Ich verlasse mich auf… und was ich so an der deutschen Sprache liebe.

Hallo ich bin Uta Nimsgarn...

Es gibt ja so Momente, da wird es mir plötzlich glasklar.
Meistens sind es Momente, in denen ich mit mir selbst bin.
Nach Innen lausche und mir gut zuhöre.
Manchmal mit einem Stift in der Hand. Manchmal beim Spazieren. Oder beim in den Himmel Schauen.
Ich war am Thema: Mich auf jemanden und/oder etwas zu verlassen.
Und klar, da gab es eine Differenz. Eine Ent-täuschung.

Also meine Täuschung hörte auf. (Da! Schon das erste coole Beispiel! Seit ich Ent-täuschung so definiere, finde ich sie richtig gut. Also meistens…)

Und klar, meine erste Reaktion war: Ich verlasse mich NIE wieder auf etwas/jemanden.
Mein kleines Ego lässt dann so schön grüßen.
Und es ist ja auch völliger Quatsch.
Aber, in dem Moment inspirierte es mich zu der Frage, was wäre, wenn ich mich nicht mehr verlasse.

So. Lese es nochmal.
Ich verlasse mich nicht mehr.

Und?
Ist die deutsche Sprache nicht wundervoll?
Ich verlasse mich nicht mehr.
Dann bleibe ich wirklich bei mir.

Punkt.

Mir hat erst mal der Atem gestockt.

Es gibt aber auch noch einen anderen Aspekt.

Ich verlasse mich. (Was ja zu einem vertrauensvollen Leben dazugehört. Also für mich.)
Und wo bin ich dann?
Wenn ich IN mir bin. Perfekt.
Wenn ich aber woanders bin, dann ist das ziemlich blöd.
Denn dann gebe ich meine Verantwortung ab. Und damit meine Macht selbst zu erschaffen, zu verändern, mich zu leben.

Und dann wurde mir klar, dass ich mich oft selbst verlasse, wenn ich mich auf andere verlasse.
Muss nicht so sein. Ist aber bei mir häufig so gewesen. (Ich schreibe jetzt extra Vergangenheit…. Mindset…. du weißt ja…)

Und genau dann kann es eben dazu kommen, dass diese Täuschung aufhört.
Nämlich die Täuschung, dass ich anderen meine Verantwortung abgeben kann.

Ich bin da immer wieder dran.
Was ist die richtige Balance zwischen verlassen und verlassen?
Wie verlasse ich mich, ohne mich zu verlassen?

Wenn es dir heute zu viel war, dann hoffe ich trotzdem, dass du mich nicht (hier) verlässt.

Vielleicht inspiriert es dich auch, mal wieder aufmerksam zu sein, wo du dich verlässt. In jeder Bedeutung des Wortes…
Denn ich spüre deutlich, es geht immer mehr darum, dass wir wirklich uns selbst leben. Unsere Besonderheit.
Unsere Eigenarten. Zu denen wir wirklich stehen dürfen.
Wir können uns trotzdem immer weiter „verbessern“. Bitte immer auf der Basis, dass du jetzt, genau jetzt, genau so, wie du bist, absolut perfekt bist!

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