Money-Mindset, Babyschritte und Prinzregenten-Torte

Hallo ich bin Uta Nimsgarn...

Meistens unterschätzen wir, was wir längerfristig erreichen  können und überschätzen, was wir kurzfristig erreichen können.
Darüber habe ich hier ausführlich geschrieben.
Heute geht es mir um noch um einen anderen Aspekt.
Deswegen stelle ich dir heute eine Lieblingsstrategie von mir vor. Sie hat mir schon viel geholfen, denn ich hatte lange, zu lange die “ Ziel-sehr-hoch-und-möglichst-gleich-erreichen“ -Einstellung. Wenn, dann richtig. Ich gestehe, meistens war es dann gar nichts.

Bis ich endlich das Prinzip der Babyschritte verstanden habe.

Babyschritte bedeutet, dass ich mit ganz kleinen Schritten anfange.
Da hörte es bei mir meistens schon auf. Ein schönes Beispiel war mein erster Backversuch mit 14. Meine Mutter schlug mir zwar einen Rührkuchen vor, aber Rührkuchen…pfhhhh…. Ich doch nicht.  Ich fange doch nicht mit so Kleinigkeiten an. Ich habe mich für eine Prinzregententorte mit 8 Böden entschieden. Und gewartet bis sie weg war, um sie dann mit der Torte zu überraschen.
Ähm, ja… Nachdem der erste Boden verbrannt war, hatte ich nicht die geringste Lust noch 7 Böden zu machen. Ich habe den verkohlten Boden entsorgt (nein, ich werfe normalerweise keine Lebensmittel weg, aber der Boden war echt schwarz), aufgeräumt und als sie wieder da war, erklärte ich, dass ich keine Zeit hatte zu backen, keine Ahnung welche Klassenarbeit als Entschuldigung herhalten musste.

Ja, hätte ich damals mit dem Rührkuchen angefangen und mich langsam gesteigert, dann könnte ich heute vielleicht auch eine Prinzregententorte backen.
Mein Ziel war eine Prinzregententorte, nur meine Fähigkeiten haben nicht ausgereicht.
Noch nicht. Ich habe überschätzt, was ich an einem Tag schaffen kann.
Genauso ist es auch bei anderen Zielen.

Dann gibt es auch die Variante, dass du dir Sorgen machst, ob du es am Ende überhaupt schaffst, denn heute, das ist dir klar, würdest du es nicht schaffen. Wie zum Beispiel bei der 52-Wochen-Herausforderung. Es ist zwar noch ein Jahr hin, aber die Sorgen sind jetzt schon da.
Hier unterschätzt du dann, was du in einem Jahr alles erreichen kannst.
Kenne ich übrigens auch gut.

Als ich für mich erkannt habe, dass es um einen Weg und um einen Veränderungsprozess geht, war das der entscheidende Schritt.

Klar geht es um das Ziel, aber ganz wirklich geht es um mein Leben bis dahin und um meine Entwicklung, Entfaltung, die einfach Zeit braucht.

Genauso ist es mit deinem Money-Mindset (ich kenne leider kein gutes deutsches Wort dafür). Ich bleibe jetzt gerade mal bei der 52-Wochen-Herausforderung.
Wenn (so wäre es übrigens optimal) dir die letzten Raten leichtes Magendrücken verursachen, dann deswegen, weil sie JETZT NOCH außerhalb deiner Komfortzone, deiner Möglichkeiten liegen. Und die werden von deinem Mindset bestimmt. Wenn du jetzt anfängst mit ganz kleinen Schritten daran zu arbeiten, etwas  zu verändern, dann wird es irgendwann in deinen Möglichkeiten liegen und ganz einfach.
Klar, du bist dann nicht mehr ganz so, wie du jetzt bist. Du hast neue Seiten an dir entdeckt, entfaltet und wieder erweckt, die du durch deine Erziehung (Eltern, Schule, Gesellschaft, Medien….) quasi eingefaltet hast, damit du angepasst durchs Leben gehst. Das ist ganz normal und ein durch die Evolution entstandener Prozess. Also keine Schuld an irgendwen.
Du kannst dich ja jetzt entfalten.

Damit du mit einem Erfolgsgefühl startest.
Ja, ich spare! So einfach geht das!
Das verbindet sich in dir mit dem wöchentlichen Sparen, allein das verändert dein Money-Mindset schon positiv. Die Chance nimmst du dir, wenn du die ersten Monate gleich den Monatsbetrag rein tust oder wenn du immer das in dein Glas packst, was du gerade übrig hast.
Das Gefühl, ich schaffe es, jede Woche den entsprechenden Betrag in mein Glas zu legen, das ist so wertvoll. Das erleichtert es dir später, wenn die Beträge höher werden.

Wenn du dich jetzt noch fragst: Was könnte ich denn tun, dass es am Ende des Jahres reicht, dann hast du die richtige Frage gestellt.
Vielleicht auch noch die Warum-Frage.
Warum glaube ich, dass ich es nicht schaffe (gilt natürlich für alle Ziele)? Und wie kann ich das lösen?

Das Leben schickt dir dann schon die richtigen Aufgaben, an denen du wachsen kannst, dich also weiter in dein volles Potenzial entfalten kannst. So wirst du den einen oder anderen Glaubenssatz entdecken und ihn auflösen. Du wirst kleine Veränderungen in deinem Leben vornehmen. Zum Beispiel einen schönen Geldbeutel kaufen, dir Unterstützung suchen und/oder eine der hilfreichen Techniken anwenden, von einer der Ausbildungen, die du mal gemacht hast.

Also, du musst es heute nicht können. Fang klein an.

Ich weiß, das ist nicht immer leicht. Aber diese kleinen Schritte geben dir die Sicherheit, auf die du nachher bauen kannst. Und die Erfahrung.
Babyschritte. Von denen du jeden einzelnen schaffst. Und plötzlich stehst du am Ziel. Wunderbar.

Und, wo hattest du schon Erfolge mit Babyschritten? Oder hast du auch eine Prinzregenten-Torten-Geschichte? Dann freue ich mich, wenn du sie unten in die Kommentare schreibst. Das ist so wertvoll für uns alle, denn wir lernen durch gute Geschichten. Und ich bin mir sicher, dass deine gut ist! Vielleicht ist das genau das, was eine andere gerade braucht. Danke!

Bis bald!
Uta Nimsgarn

 

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