Mindset Mythen

Hallo ich bin Uta Nimsgarn...

Mindset-Mythen sind überall, denn sie werden oft erzählt, sie werden wenig hinterfragt und sie sind gefährlich.

Sie verhindern Veränderung und Entwicklung. Deswegen liebe ich Klartext über Mindset-Mythen. Ich werde nicht lange drumherum reden, was Mindset-Mythen sind und irgendwelche Erklärungen abgeben, denn ich weiß nicht einmal, ob das Wort Mindset-Mythen so ein offizielles Wort ist. Das ist mir nur so eingefallen. Nämlich genau dann, als mir bewusst wurde, wie viele Mythen es zum Thema Mindset gibt.

Sie können auf Dauer sehr, sehr teuer werden und der einen oder anderen Unternehmerin ein böses Erwachen bescheren. Was dann allerdings nicht am Thema Mindset liegt, sondern daran, wir oft mit diesem Thema umgegangen wird und was da alles so erzählt wird.

Mythos – Höher, schneller, weiter

Ein Mindset-Mythos ist das ist dieses Höher-Schneller-Weiter.

Viele glauben, dass Mindset eine Technik ist, die Dinge schneller, höher, weiter zu treiben. Wirklich think BIG BIG BIGGER, immer weiter, immer schneller, immer höher.

Ich glaube, dass wir gesellschaftlich vor einem sehr großen Wandel stehen. Dass es in Zukunft sehr viel mehr darum gehen wird, von diesem äußeren Höher-Schneller-Weiter wegzukommen und viel mehr in unserem SEIN zu landen. Es ist eine sehr viel größere Herausforderung, wirklich bei MIR anzukommen und diese Bewertungen von außen loszulassen, die meistens hinter dem Höher-Schneller-Weiter stehen. Das Mindset, das wir dafür brauchen, fordert sehr viel mehr Ehrlichkeit und auch unangenehme Entscheidungen, wie es dieses „alte“ Höher-Schneller-Weiter braucht, wo wir sehr viel nach Außen projizieren.

Wenn ich davon rede aus diesem Höher-Schneller-Weiter auszusteigen, dann landen wir meistens ganz automatisch in einem weiteren Mindset-Mythos.

Bring deinen inneren und äußeren Reichtum in Einklang

Nämlich in dem Mindset-Mythos, den ich so oft höre „Ach Uta ja, also da bin ich völlig bei dir. Wir sollten unbedingt aus dem Höher-Schneller-Weiter aussteigen. Denn für mich zählt nur innerer Reichtum. Der äußere ist doch wirklich nicht so wichtig.“

Halt! Stop! Reichtum ist Reichtum. Innerer Reichtum, der sich nicht im äußerem Reichtum ausdrückt und zeigt, ist kein Reichtum, sondern  Mangel.

Genauso ist es Mangel, wenn ich äußeren Reichtum habe und ich keinen inneren habe. Dann würden das vielleicht viele nicht als Mangel bezeichnen. Aber wenn man mal genau hinhört, diese Menschen sprechen sehr wohl von einem Mangel. Nämlich vom Mangel an innerem Reichtum, der sich in unerfüllt sein, in ungeliebt sein, in sich nicht zufrieden fühlen, äußert.

Deswegen ist für mich ein ganz großer Mindset-Mythos, dass es viel wichtiger wäre, inneren Reichtum zu erschaffen. Nein. Innerer Reichtum und äußerer Reichtum gehen Hand in Hand. Idealerweise sind sie beide gleich.

Also das heißt, mein innerer Reichtum präsentiert sich perfekt in meinem äußeren Reichtum. Wie er das tut, das ist das Geniale, das entscheide ich. Denn nicht für jede ist der Porsche in der Garage oder das Haus auf Mallorca, das Zeichen für äußeren Reichtum. Da geht es darum, ehrlich mit uns zu sein und sich selbst zu fragen: Was wäre für mich äußerer Reichtum?

Mich zu trauen, mir das auch wirklich einzugestehen und auch zu leben. Denn gerade in spirituellen Kreisen ist es immer noch ein bisschen verpönt, äußeren Reichtum zu leben/haben. Ja sogar den Wunsch danach noch nicht transformiert zu haben. Ich glaube aber, wenn er meinen inneren Reichtum repräsentiert und nicht dazu dient, mich besser zu machen – oder dass ich glaube, dass die Dinge im Außen mich besser machen – dann ist es wundervoll ihn zu leben. Denn nur dann ist mein innerer und äußerer Reichtum im Einklang.

Mythos – Mindset-Technik

Es gibt noch so ein Mindset-Mythos, der eine ganze Industrie am Laufen hält. „Wenn ich nur die richtige Mindset-Technik finde, dann wird es auch funktionieren.“ „Und wenn du meinen Kurs buchst, für 99 Euro, den ich jetzt sofort anbiete, dann zeige ich dir DIE ultimative Mindset-Technik“. Wir verdrehen alle die Augen, wenn wir sowas hören, aber es scheint immer noch zu funktionieren, sonst würden die Leute das ja nicht anbieten. Ich glaube nicht, dass es die eine einzige Mindset-Technik gibt, die alles auflöst. Jeder Mensch ist einzigartig und hat ein einzigartiges Mindset (=Blick auf die Welt). Es ist eher der Wunsch „gerettet zu werden“, der dahinter steht. Und der Wunsch, seine Verantwortung abzugeben.

Es geht weniger um eine spezielle Technik, als darum, es dann auch wirklich zu TUN, es also umzusetzen.

Da landen wir schon bei einem anderen Mindset-Mythos: Wenn es nicht schnell, einfach und leicht geht, dann scheint es nicht richtig zu sein. Da habe ich schon öfters was dazu erzählt. Denn das ist in meinem Augen quatsch.

Mythos – Komfortzone

In dem Moment, wo ich meine Komfortzone überschreite, dass heißt etwas mache, was ich noch nicht getan habe, dann werden sich automatisch Zweifel und Ängste melden. Ich werde mich unbequem, unsicher und nicht besonders toll fühlen,  so ist das Leben einfach strukturiert. Und so sind wir strukturiert. Das heißt, solange ich meine Entscheidungen innerhalb meiner Komfortzone treffe, wird sich das immer leicht und bequem anfühlen. Jedesmal, wenn ich meine Komfortzone überschreite, wird es sich eben unangenehm anfühlen. Da kann ich noch soviel Mindset-Techniken anwenden, wie ich will, irgendwann werde ich den Schritt in das praktisch gelebte Leben tun dürfen und der wird sich schwierig, zäh, doof anfühlen. Das heißt nicht, dass das nicht der richtige Weg ist. Das heißt nur, dass wahrscheinlich mein Ego ein bisschen seine Hände mit im Spiel hat. Dann geht es darum, die Hände von meinem Ego immer wieder aus dem Spiel rauszunehmen.

Mythos – Morgenroutine, Journaling etc.

Jetzt habe ich noch einen wunderschönen Mindset-Mythos. Er wird nie so direkt ausgedrückt, aber ich weiß, dass ganz viele Frauen genau danach leben. Sie sehen nämlich die Mindset-Techniken als eine Technik an, die eben an bestimmten Zeiten des Tages gemacht werden. Bevorzugt morgens: Morgenroutine, Journaling und wie das alles heißt. Oder abends vor dem Einschlafen: Einschlaf-Routine. Sie sind dann etwas, das wir eben nur in bestimmten Momenten am Tag machen. Wie meditieren oder beten.

Wir leben quasi 2 Leben. Ein Leben, wo wir ganz normal leben und immer alles so tun (denken, beurteilen, entscheiden), wie immer, ungefähr 99% am Tag und 1% wo wir „Mindset-Techniken“ machen. Naja und 99% zu 1%, da ist es dem Mindset gegenüber schon sehr, sehr unfair sich dann zu beklagen, wenn es nicht funktioniert. Denn Mindset ist nicht an bestimmte Techniken gebunden. Dein Mindset beeinflusst jede Sekunde in deinem Leben.

Mindset heißt einfach nur deine Sicht auf die Welt, die Umstände, die Dinge. Das ist dieses Set an Gedanken, an Blickweisen, an Meinungen, die du über die Welt hast. Die Brille, durch die du in die Welt guckst. Jede Minute, jede Sekunde deines wachen Zustandes schaust du durch diese Brille. Und dann macht es wirklich keinen großen Unterschied, wenn du 1% am Tag die Gläser ein bisschen anders putzt oder ein rosa Glas einsetzt.

Deswegen ist Mindset keine bestimmte Technik, sondern wenn du dein Mindset wirklich verändern  möchtest und an deinem Mindset wirklich arbeiten möchtest, dann geht es sehr, sehr tief. Dann ist das eine Transformation. Denn dann tauchen wir tief eins ins Unbewusste. Zu Antworten auf Fragen wie:

Wer will ich sein? Was ist das, was ich zum Ausdruck bringen will? Wie sehe ich die Welt „wirklich“?
Und bringt mich mein bisheriger Blick auf die Welt dahin, wohin ich will? (Kleiner Einschub: nein. Er bringt dich nur da hin, wo du jetzt bist).

Das heißt, ich übernehme die Verantwortung. Aber nicht nur, indem ich morgens meine Affirmationen rede oder meine 3 Journaling-Seiten mache, sondern für jede einzelne Sekunde an diesem Tag. Es geht um die volle  Verantwortung für uns selbst und unser Leben. Und wir spüren vor allem, wo wir die Verantwortung an jemand anders abgeben, z. B. an das Mindset.

All diese Mindset-Mythen haben eines gemeinsam. Du gibst, wenn du ihnen glaubst, deine Verantwortung für deine Ergebnisse ab, für das, wie dein Leben aktuell ist.

Früher haben wir sie an andere Menschen abgegeben, aber heute sind wir so aufgeklärt, dass wir wissen, unsere Eltern, die Gesellschaft sind nicht „schuld“, denn Schuld gibt es nicht. Wir haben diese Themen „erlöst“, also, das glauben wir.

Jetzt ist es das Mindset, das „schuld“ ist, wenn wir bestimmte Dinge nicht erreichen. Es geht aber darum, das Thema Schuld ganz aufzulösen. Denn Schuld gibt es nicht. Wenn ich die Verantwortung für mich und mein Tun, für meine Ergebnisse, übernehme, dann gibt es keine Schuld.

Auch ich bin nicht schuld, wenn ich die Ergebnisse nicht erreiche. Das ist nicht schlimm. Es heißt einfach nur: Ich habe noch nicht alles erkannt, was es braucht, damit ich dieses Ergebnis erreiche.

Wenn ich mich dann auch noch fertig mache, dann ist die Wahrscheinlichkeit noch sehr viel geringer, dass ich dort rauskomme, wo ich rauskommen will.

Ich bin für mich und mein Leben und die Resultate, die darin sind, verantwortlich.

Wenn ich das als Grundlage für mein Leben nehme, dann kann ich diese ganzen Mindset-Mythen verabschieden, dann kann ich mir das Gute rausnehmen und ich kann anfangen, mein Leben zu leben. Und zwar das, was ICH wirklich will. Nicht das, was ich glaube, was andere von mir erwarten. Nicht das, was ich glaube, was in diesem Höher-Schneller-Weiter Spiel als Erfolg gewertet wird. Nein. Ich komme zurück zu meinem SEIN.

Dann sind wir wieder an dem Anfangspunkt, als ich sagte: Ich glaube, dass es immer mehr darum geht, dass jede von uns, die IST, die sie sein will und sich immer mehr dorthin entwickelt, das auch voll und ganz zu leben und all diese Dinge, die nicht dazu gehören, zu unserem wirklichen SEIN, dass wir die immer mehr sein lassen.

Dann werden auch die Mindset-Mythen alle verschwinden, denn wir werden erkennen, wie kraftvoll es ist, unsere Verantwortung zu übernehmen, damit wir uns so zum Ausdruck bringen können, wie wir uns das wünschen.

Dabei wünsche ich Dir viel Vergnügen und alles Gute, denn dann wird das Leben für uns alle richtig spannend.

Hier kannst du diese Episode anhören

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