Eine der gefährlichsten Überzeugungen

Hallo ich bin Uta Nimsgarn...

Vor ein paar Tagen hatte ich ein Gespräch mit einer bezaubernden Frau, die gerne eine ebensolche Beziehung zu ihrem Geld hätte.
Sie erzählte mir lang und ausführlich wie schwierig die Geschäfte laufen, dass alle am Jammern sind (soll heißen: es liegt nicht an mir, es geht ja allen so…), die Stadt eben besonders schwierig ist, die Kunden jetzt nach den Sommerferien wenig Geld haben, das Wetter zu schlecht ist/war und noch viele andere Begründungen, warum es eben nicht so läuft, wie sie es sich wünschen würde.

Was würden Sie mir denn jetzt empfehlen? Fragte sie mich und schaute mich erwartungsvoll an. So, als könnte ich jetzt einfach mal die perfekte Lösung aus dem Hut zaubern. Ich habe ihr noch ein paar Fragen gestellt, die sich auch darum gedreht haben, was sie bisher schon alles unternommen hat. Besonders zum Thema Glaubenssätze, Überzeugungen und andere hinderliche Annahmen.

Und dann kam sie. Meiner Meinung nach eine der gefährlichsten Überzeugungen. Sie hält uns garantiert von jeder neuen Erkenntnis ab. Stoppt jede Veränderungsmöglichkeit sofort und hält uns sicher an dem Punkt, an dem wir gerade feststecken…

Ja, das weiß ich doch schon alles!

Es kann auch so klingen, es gibt mehrere Variationen davon:

Ich weiß ja, dass ich … tun sollte!

Kennst du diese Sätze? Ich höre sie sehr oft in Gesprächen.

  • Bist du dir schon deiner inneren Gespräche bewusst? Antwort: Die kenn ich doch eh schon alle…
  • Was hast du denn bisher schon unternommen? Antwort: Ach, schon wieder das Aufschreiben von Glaubenssätzen, die kenn ich doch schon alle…
  • Ja, ich weiß, ich nehme viel zu wenig für mein Angebot. Ich sollte meine Preise endlich erhöhen.
  • Ich hätte längst eine Gehaltserhöhung fordern sollen, ich weiß.
  • Ich weiß, dass ich endlich abnehmen sollte.

Diese Liste lässt sich noch endlos fortsetzen. Du fragst dich gerade, was an dieser Überzeugung so schlimm ist? Es ist doch eigentlich gut, wenn man oder Frau „eh schon alles weiß“, oder?

Mhmm, mir stellt sich dann immer nur die Frage, warum TUT sie es dann nicht? Warum sind dann die Ergebnisse, so wie sie sind? Nämlich so schlecht, dass sie geändert werden sollen?

Wenn ich etwas weiß, das meine Situation sehr verbessern würde und ich es dann nicht tue, weiß ich es dann wirklich?
Oder brauche ich doch noch zusätzliches Wissen, noch bestimmte Fähigkeiten oder einfach etwas mehr Selbstdisziplin? Sonst könntest du doch einfach höhere Preise verlangen. Oder eine Gehaltserhöhung. Oder abnehmen. Du weißt es doch. Oder eben doch nicht so ganz?

Es kann eine Entschuldigung dafür zu sein, dass wir nichts tun. Eine willkommene Möglichkeit da jetzt nur nicht genauer hinzusehen, weil wir eben wissen, dass wir es nicht wirklich wissen und auch nicht können.
Auf jeden Fall blockst du dich innerlich, wenn du glaubst, schon alles zu wissen. Du nimmst dir die Möglichkeiten neu und anders auf dein Leben zu schauen.

Außerdem stimmt es nicht. Du weißt eben NICHT alles, denn sonst wären deine Ergebnisse anders. Punkt.

Wenn du dich das nächste Mal bei diesem Gedanken ertappst, stoppe sofort! Frage dich, was fehlt mir denn, damit ich das, was ich ja anscheinend schon weiß, jetzt sofort umsetzen kann?

Was fehlt mir, um es wirklich zu T U N ?

Finde es heraus, besorge dir das Fehlende und setze das, was du weißt, in die Tat um.

Du schaffst es nicht alleine? Dann bist du in guter Gesellschaft. Meistens sind es nämlich die Punkte, bei denen wir selbst nicht weiterkommen, wo wir diesen Satz sagen oder denken.
Hole dir einfach Hilfe!
Wichtig ist nur, lasse dich nicht weiter vom Tun abhalten! Lege los!

Dann öffnest du neue Türen und du machst einen weiteren Schritt in deine Richtung!

Weißt du auch oft, was jetzt richtig wäre und tust es trotzdem nicht? Wie gehst du damit um?
Übrigens ist das der Grund, warum ich selbst einen Coach habe. Manchmal sieht man es selbst nicht und es braucht, den Blick von Außen…
Ich freue mich über ein Feedback! Gerne in den Kommentaren unten.

Und wenn dir dieser Impuls weitergeholfen hat, dann teile ihn gerne, vielleicht ist das genau der Impuls, den jemand anders gerade braucht um richtig vorwärts zu kommen!

 

2 Kommentare zu „Eine der gefährlichsten Überzeugungen“

  1. Ja liebe Uta, dass hast du sehr gut auf den Punkt gebracht.
    Es ist auch Bequemlichkeit, Angst vor Veränderungen, Selbstvertrauen, Stress und selbstgemachten Zeitmangel.
    Das ist ja das Westliche Mantra: „Ich habe keine Zeit!“
    Dabei hat jeder soviel Zeit wie er benötigt. Er darf sie sich nur nehmen.
    Wenn ich allein mal keine Nachrichten mehr schaue, höre oder lese, habe ich täglich viel Zeit für mich und meine Belange.
    Denn die Nachrichten z.B. helfen mir nicht dabei, mein Leben zu gestalten. Im Gegenteil, ich werde da nur mit negativer Energie bombadiert.
    Wie viele Paare sitzen eng beieinander vor der Glotze und doch soweit von einander entfernt.

    1. Uta Nimsgarn

      Danke Georg! Zeit und Mangel…. Dabei ist Zeit für jeden täglich da. 24 lange, wundervolle Stunden…. die wir uns schenken können, denn jede/r entscheidet, was sie/er damit machen möchte.

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